- Details
- Veröffentlichungsdatum
Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben.
Schon zum zweiten Mal gestaltete Helmut Eisenhut die Osterkerze für die Christuskirche. Sie hat sechs Kreise in den Farben des Regenbogens.
Dieser symbolisiert den Bund zwischen Gott, den Menschen und Tieren. Jeder Kreis einhält ein Zeichen. Als Erstes ein Kreuz, das als Symbol für den gekreuzigten Jesus ist der für uns sich hingegeben hat.
Als Zweites eine Taube. Sie steht für den Frieden. Noah ließ sie dreimal fliegen, als sie nicht mehr zurückkam, wusste er: Jetzt gibt es wieder Land; die Sintflut ist vorbei. Das dritte und vierte Symbol stellen die Buchstaben A und O dar, Anfang und Ende. Das fünfte Symbol, „IChThYS“, besteht aus zwei gekrümmten Linien, die einen Fisch darstellen. Historisch nicht belegt ist, dass es von den ersten Christen als Erkennungszeichen benutzt wurde: Eine Person zeichnete einen Bogen in den Sand, die andere vollendete das Symbol mit dem Gegenbogen und zeigte sich damit als Bruder oder Schwester in Christus. Als letztes Symbol zwei Wellen, die Wasser darstellen. Das Wasser erinnert an die Taufe: Durch sie gehören wir zur Gemeinschaften der Christen.
Herr Eisenhut, warum haben Sie die die Kerze gestaltet?
Weil es mir Spaß macht! Ich habe mir überlegt, welche wichtigen Aussagen des Glaubens ich wie gestalten kann.
Würden Sie die Osterkerze für nächstes Jahr wieder gestalten?
Ja würde ich sehr gerne machen, da ich mich schon auf den Gottesdienst in der Osternacht freue.
Haben Sie jetzt schon Ideen für die neue Osterkerze?
Ein paar Ideen habe ich schon. Mal sehen, ob man die an der Kerze verwirklichen kann.
Herzlichen Dank für Ihre Mühe und Ihre Kreativität!
Hintergrund
Der Brauch, eine besondere Kerze am Osterfest zu entzünden, ist sehr alt. Die ältesten schriftlichen Zeugnisse stammen aus dem vierten Jahrhundert (Brief 18 des Heiligen Hieronymus an den Diakon Präsidius von Piazenza aus dem Jahr 384). Dieser Brauch knüpft an eine heidnische Tradition an. Zum Kult in der Antike gehörte zum Opfer oft ein Hymnus, in dem die Gottheit gerühmt wurde, der das Opfer galt. Die Osterkerze ist ursprünglich ein Brandopfer und der österliche Lobgesang, das Exsultet (dieser Name leitet sich, ähnlich wie bei anderen Gebeten, vom ersten Wort des lateinischen Textes ab), ist einem Hymnus ähnlich, aber eigentlich eine gesungene Homilie. Neben dem eigentlich ganz in Vergessenheit geratenen heidnischen Ursprung, der uns vielleicht nur noch in der Form der olympischen Flamme bekannt ist, entwickelte sich bald eine eigene Deutung der Osterkerze. In dem reinen „Leib“ der Kerze aus teurem, gebleichtem Bienenwachs sah man ein Sinnbild für die menschliche Natur Christi oder für seinen verklärten Leib nach der Auferstehung, während man die Flamme als Zeichen seiner göttlichen Natur auffasste. Die Flamme sollte nicht mehr von brennenden, übelriechenden Tierleibern genährt werden, sondern von reinen, wohlriechenden Elementen (Bienenwachs, Öl und Papyrus, der für den Docht gebraucht wurde). Die Osterkerze ist also ein Brandopfer, das Gott in der Liturgie dargebracht wird und mit anderen Opferpraktiken verglichen werden kann.
(Quelle: Wikipedia)