Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

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pred„Zukunftsorientierung ist das entscheidende Stichwort für die Gestaltung der kirchlichen Landschaft. Dazu kommen Zuversicht und Begeisterung, wie sie aus der Ostererfahrung erwachsen“, sagte Dekan Karlhermann Schötz in seiner Predigt beim Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrssynode des Dekanats Sulzbach-Rosenberg. Die Gemeinden müssten auch angesichts kleiner werdender Gemeindegliederzahlen und damit abnehmender Finanzkraft die Verkündigung des Evangeliums gewährleisten und die Einrichtungen und Dienste vorhalten, die zu Zeugnis und Dienst einer christlichen Gemeinde in der Welt notwendig sind. „Leben wir aus der Begeisterung der österlichen Existenz heraus, braucht uns für die Zukunft unserer Gemeinden und unseres Dekanatsbezirks nicht bange zu sein“, schloss der Dekan.

Im Gemeindesaal unter der Christuskirche begrüßte Dorothea Seitz-Dobler, die Präsidentin der Synode, die Synodalen. Das Thema der Frühjahrssynode sei „Mission“, erläuterte sie, und fragte nachdenklich, ob nicht Mission manchmal aufdringlich sei.

1. Bürgermeister Michael Göth hieß die Synodalen herzlich in Sulzbach-Rosenberg willkommen und gratulierte der Gemeinde Christuskirche zum Denkmalschutzpreis, der ihr für die beispielhafte Sanierung der sogenannten „alten Lateinschule“, jetzt Haus der Kirche und Diakonie, verliehen wurde. Er lud die evangelischen Christen aus dem ganzen weiten Dekanatsbezirk ein: „Kommen's wieder!“

Dekan Schötz berichtete über personelle Veränderungen im Dekanat. Durch Verabschiedungen in den Ruhestand und Stellenwechsel gebe es drei vakante halbe und zwei vakante ganze Stellen. Nach weit über zwei Jahren könne jetzt aber die freie Pfarrstelle in Illschwang wieder besetzt werden. „Danken will ich allen, die diese Vankanz und auch all die anderen Vakanzen durch ihre Hilfe unterstützt haben“, sagte der Dekan. Dann wies er auf die anstehenden Kirchenvorstandswahlen hin und teilte den Synodalen mit, dass Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm am 23. Oktober in der Christuskirche zu einem Gottesdienst kommen werde. Das sei der erste Dekanatsbesuch des neuen Bischofs.

rerent„In der heutigen Zeit geht es bei Mission nicht um Mitgliederzahlen, sondern um Verkündigung“, stellte Schötz fest und begrüßte Prof. Dr. Reiner Knieling. Der Theologe referierte über das Thema „Mission im eigenen Land?!“ In seinem klar strukturierten Vortrag führte Prof. Knieling aus, dass „Missio Dei“ die „Sendung Gottes, an der wir in dieser Welt teilhaben“ sei. Dem gegenüber sei „Evangelisation“ die personal zugespitzte Einladung zum christlichen Glauben. Während früher die unterschiedlichen Beteiligten und ihr Zusammenspiel im Zentrum der Überlegungen zur Mission standen, gehe es heute um Konvivenz, das ist wechselseitig interessiertes Zusammenleben, Dialog und Zeugnis. Jeder müsse sich fragen, was seine Mission sei und die der Gemeinde oder des Dekanats.

Ausgehend von Texten der Bibel über die „Kommunikation des Evangeliums“ kam er zu Beispielen, wie heute Mission gelebt werden könne. So schlug Prof. Knieling vor, im Kontext von Konvivenz und Dialog zu bezeugen und zu lernen und offen für die eigene Gottessehnsucht zu sein, aber auch für das, was ihr entgegensteht. Man solle sich mit den Kernsätzen des christlichen Glaubens auseinandersetzen und den Mut haben, den eigenen Glauben zu formulieren. Wichtig sei es auch, die verschiedenen Dimensionen von Kirche zu beachten. Kirche bedeute nämlich eine Institution, Organisation und Interaktion, und diese drei Faktoren seien in Bewegung.

Mission, fasste der Referent zusammen, beinhalte, auf „Missionieren“ und die Rettung der Volkskirche in ihrer jetzigen Gestalt zu verzichten, andererseits seien Begegnungen, gemeinsame Gottsuche und gemeinsame Gotteserfahrungen ein Geschenk.

In der anschließenden lebhaften Diskussion hinterfragten die Synodalen die missionarische Dimension von Diakonie und Seelsorge und machten sich Gedanken über die Bedeutung von Arbeitswelt und Schule für die Mission.

 

Zur Person

Reiner Knieling, geboren1963, ist seit 1990 Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern. Seit August 2011 leitet er das Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf bei Erfurt und ist zugleich außerplanmäßiger Professor für Praktische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört neben Gemeindeentwicklung und Kirchenreform die Frage, wie die christliche Botschaft so verkündigt werden kann, dass sie sich in den Kulturen des 21. Jahrhunderts verwurzelt.

Pfarramt Christuskirche

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Telefon: 09661 891 -150 Fax: -151

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