Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

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Weihnachtsoratorium in der Christuskirche

Weihium 1„Jauchzet, frohlocket!“ Mit diesem Jubelruf beginnt das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Die Sulzbacher Kantorei unter der Leitung von KMD Gerd Hennecke, das symphonisch besetzte Weidener Kammerorchester mit Konzertmeister Thomas Kaes und vier hochkarätige Gesangssolisten ließen mit dem Oratorium den Stress der Adventszeit, mühsame Vorbereitungen und materielle Dinge vergessen. Sie richteten den Blick auf das Wesentliche zu Weihnachten, die Geburt des Erlösers.

Das bestens disponierte Kammerorchester überzeugte mit hochprofessionellen Streichern und üppig besetzten Holzbläsern, die vor allem den innigen Arien einen berückend schönen Rahmen gaben. Andreas Schmidts Orgelspiel war das zuverlässige Fundament für die anderen Musiker. Die prächtigen Trompeten und würdigen Pauken setzten feierliche Akzente.

Weihium 2Vier Gesangssolisten erzählten die Weihnachtsgeschichte und brachten die Stimmungen der Seele sowie den Glauben zum Ausdruck. Sopranistin Manuela Spitzkopf verzauberte mit ihrer jungen, schlanken Stimme, die auch in den höchsten Höhen noch lieblich war. Das Organ der Altistin Christine Mittermair war zwar nicht sehr stark, aber von inniger Wärme. Beeindruckende Höhen musste der Tenor Reiner Geißdörfer erreichen. Bei seinem ersten Recitativo musste er sich noch etwas anstrengen, dann meisterte er seinen anspruchsvollen Part mit eleganter Leichtigkeit. Sehr beweglich bei den Koloraturen, kultiviert und nie dröhnend gestaltete der Bass Manuel Krauß seine Arien.

Die Sulzbacher Kantorei füllte mit fast 40 Sängerinnen und Sängern die Empore. Alle Stimmen waren gut besetzt, so dass die Chorsätze in volltönender Schönheit erklangen. Sehr beeindruckend waren die Choräle. Als die Kantorei „Wie soll ich dich empfangen“ mit feierlicher Schlichtheit sang, war das Staunen angesichts des Weihnachtswunders fast mit den Händen zu greifen. Ganz anders der „Coro“ zum Abschluss. Hier erscholl mitreißende Freude. Die Ausdrucksfähigkeit der Kantorei ist das Ergebnis von Henneckes kontinuierlicher professioneller Chorarbeit. Sie bewährte sich auch in der Gesamtwirkung des Konzerts. Denn obwohl die Kantorei nur in der Generalprobe Gelegenheit hatte, sich auf Orchester und Solisten einzustellen, verschmolz der Kirchenmusikdirektor mit seinem begeisternden und dabei immer auch präzisen Dirigat die unterschiedlichen Akteure zu einem harmonischen Zusammenklang, der wahre Weihnachtsfreude weckte.

Mit stürmischem Applaus dankten die Zuhörer für diese wunderschöne Eröffnung der Weihnachtszeit, bis Chor und Orchester den herrlichen Eingangschoral als Zugabe wiederholten.

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