Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Herzogstadt

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Konfirmation Jahrgang 2020/21

Konf. 02.05.21 GrZwölf Jugendliche kamen am Sonntag früh um 9 Uhr in die Christuskirche, um ihre Konfirmation zu feiern, weitere elf zwei Stunden später. So konnten die jungen Christen trotz der Covid-bedingten Einschränkungen in festlichem Rahmen ihr Taufversprechen erneuern.

Im frühen Gottesdienst predigte Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz über Johannes 14, 1-6. Hier erläutert Jesus den Weg zu Gott und antwortet auf die Nachfrage von Thomas: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Thomas, führte der Prediger aus, hat immer wieder nachgefragt, weil er verstehen wollte. „Thomas hat, lange bevor die Konfirmation eingeführt wurde, kapiert, was Konfirmation eigentlich soll“, stellte Dr. Kurz fest. Aber auf die Frage des Thomas: „Woher soll ich wissen, wo mein Weg hingeht?“ gebe es keine einfache Antwort. Die schwierigen Formulierungen aus dem Johannesevangelium übersetzte der Pfarrer in klare Worte. Jesus habe gesagt: „Egal welchen Weg ihr geht, an mir kommt ihr nicht vorbei, wenn das was werden soll.“ Jesus sei der Weg, und des bedeute nicht, man könne laufen, wohin man wolle. Jesus sei die Wahrheit, so dass man eben nicht glauben könne, was man wolle. Jesus sei das Leben, statt „Habt euren Spaß“ Bei der Konfirmation, sagte Dr. Kurz, werde man gefragt, ob man seinen Weg auf eigenen Füßen mit Jesus weiter gehen wolle. Das bedeute, schloss der Pfarrer: „Gehen müsst ihr selbst – aber nicht allein.“

Konf. 02.05.21 GrIm zweiten Konfirmationsgottesdienst legte Diakonin Irene Elsner ihrer Predigt 1. Mose 12,2 zugrunde. Sie erinnerte daran, dass dieser Konfirmandenjahrgang wegen der Pandemie fast keinen normalen Unterricht erleben konnte, sondern online vorbereitet wurde. Deshalb frage sie sich, ob die Mädchen und Jungen genug gelernt haben über Gott, der die Welt und die Menschen liebt und barmherzig ist, über Jesus, sein Leben und Wirken, seine Leidensgeschichte und seine Auferstehung sowie über den Heiligen Geist, „diese wunderbare Kraft, die kommt und geht, wann sie will und uns Menschen zur Gemeinschaft verhilft.“ Für Jesus selbst, führte Elsner aus, war das Doppelgebot der Liebe (Markus 12, 30-31) wichtiger als alles andere: „Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Liebe bedeute Mitgefühl verspüren, aufmerksam sein, Vertrauen und Selbstvertrauen haben. Wenn die Konfirmanden sich fragen, wo sie stehen und wo es mit ihnen hingehen soll, wenn sie darüber nachdenken, was Gott von ihnen erwartet und was sie sich zutrauen können, dann könnten sie sich daran orientieren. Sie fasste zusammen: „Bleibt offen und neugierig für alles, was euch begegnet. Tut einander Gutes, werdet für andere zum Segen, denn ihr seid gesegnet!“
Nach Tauferinnerung, Glaubensbekenntnis und Konfirmationsfrage riefen Pfarrer Kurz, Vikarin Rebecca Scherf und Diakonin Elsner die Jugendlichen in Gruppen zum Altar, trugen die Konfirmationssprüche vor und segneten die Mädchen und Jungen ein. Damit wurden sie mündige Christen mit allen Rechten, die selbst für ihren Glauben und ihre Seele verantwortlich sind.

Abendmahl war wegen der Pandemie nicht möglich, auch der Gemeindegesang musste entfallen. Trotzdem war die musikalische Gestaltung der beiden Konfirmationsgottesdienste sehr festlich, weil nicht nur Dekanatskantor KMD Gerd Hennecke die Orgel spielte, sondern auch der Posaunenchor unter der Leitung von Doreen Deyerl.

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