Nach 48 Jahren: Frauenkreis klöst sich auf.

 Im Oktober 1972 bildete sich der Evangelische Frauenkreis an der Christuskirche in Sulzbach-Rosenberg. Nach vielen schönen Reisen und Veranstaltungen hieß es jetzt Abschied nehmen.

"Der Frauenkreis war 48 Jahre lang eine feste und verlässliche Gruppe in unserer Kirchengemeinde", stellte Pfarrerin Ulrike Häberlein zu Beginn des Dankgottesdienstes in der Christuskirche fest. Zu Beginn, im Jahre 1972, war der Frauenkreis auch eine Möglichkeit, auszubrechen aus der Familienarbeit, weg von Kindern und Herd, legitimiert durch die Kirchengemeinde. Es gab Ausflüge, Vortrags- und Handarbeitsabende.

Nach dem Wegzug deFrauenkreis Teamr Gründerin Edeltraut Heidecker, Ehefrau des damaligen Dekans Günter Heidecker, übernahmen Ursula Maluche und Edith Klever die Leitung. Jetzt wurden auch größere Fahrten gewagt, zum Beispiel nach Berlin, Dresden, Wien und sogar nach Israel. Auf Gemeindefesten, bei Jubiläen oder Weltgebetstagen arbeitete der Frauenkreis tatkräftig mit.

Das Reisen wurde den immer älter werdenden Mitgliedern zu beschwerlich, und so holten sie die weite Welt mit Filmen und Bildvorträgen nach Sulzbach. Feste Punkte des Jahresprogramms waren die Bibelarbeit zur Jahreslosung mit Diakonin Irene Elsner und die Adventsfeier. Nach immer schwerwiegenderen altersbedingten Einschränkungen führte die gegenwärtige Pandemie zu der Entscheidung, die Arbeit des Frauenkreises zu beenden.

"So legen wir die Jahre und die Gemeinschaft des Frauenkreises in Gottes Hände und danken ihm für den Segen, mit dem der Kreis gewirkt hat", schloss Pfarrerin Häberlein ihre Predigt. Dekanatskantor KMD Gernd Hennecke und der Solotrompeter Guntram Sellinger verschönten den Gottesdienst mit mehreren romantischen Musikstücken. Bei den beiden Leiterinnen bedankte sich Häberlein im Namen der Gemeinde mit einem Blumenstock. Nach 48 Jahren war die Geschichte des Evangelischen Frauenkreises abgeschlossen.