Jubilarehrung KMD Gerd Hennecke und Christian Hammerschmidt

Ehrung Hennecke Hammerschmidt
Ohne Musik, vor allem ohne Orgelklang, ist ein evangelischer Gottesdienst fast undenkbar. Deshalb steht in der Christuskirche seit 1959 die große Schmid-Weigle Orgel. Heuer im Winter ist eine kleine Walcker-Orgel dazugekommen. Ergänzt wird die Instrumenten-Landschaft jetzt durch ein Strebel-Harmonium.

Die beiden Organisten der Christuskirche, Dekanatskantor KMD Gerd Hennecke und der nebenamtliche Kirchenmusiker Christian Hammerschmidt, feiern heuer ihr silbernes Dienstjubiläum. Sie wurden deshalb im Gottesdienst zum Pfingstmontag geehrt.

Heiliger Geist und Kirchenmusik, wie geht das zusammen? Dieser Frage ging Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz, der nach eigener Aussage ein passives Verhältnis zur Kirchenmusik pflegt in seiner Predigt nach. In seinem Brief an die Korinther beschreibt Paulus im 12. Kapitel die Wirkungen des Heiligen Geistes, der zu Pfingsten über die Jünger kam. Paulus zählt viele Gaben des Heiligen Geistes auf, nicht aber die Musik, und zwar deshalb, wie Pfarrer Kurz ausführte, weil die Musik schon im Alten Testament unverzichtbar und allgegenwärtig war. Martin Luther habe auch deshalb so viele Kirchenlieder geschrieben, weil man mit dem Wort allein zwar das Hirn bewegen könne, das Herz jedoch kaum erreiche. Der Prediger fasste zusammen, dass der Geist Gottes auch ohne Musik sicher viel bewirken könnte, aber „da würde der Geist Gottes auf ein sehr wirkmächtiges Instrument verzichten, das schon zu biblischen Zeiten so selbstverständlich war, dass es im Korintherbrief nicht mehr erwähnt werden musste.“
IMG 3923Deshalb dankte Pfarrer Kurz den Jubilaren auch nicht durch ein Grußwort, sondern ließ die Musik sprechen. Eine majestätische Choralbearbeitung von Sigfrid Karg-Ehlert zu „Nun danket alle Gott“ zeigte, dass Klänge oft stärker wirken als Worte. Während des ganzen Gottesdienstes verdeutlichten Hennecke und Hammerschmidt die erhebende Wirkung der Kirchenmusik durch ein umfangreiches und sehr vielfältiges Musikprogramm, das sie an den drei Instrumenten des Gotteshauses darboten. Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Nicolas de Grigny und Felix Mendelssohn-Bartholdy bewiesen eindrucksvoll, dass seit der frühesten Zeit die Musik in der Kirche die Seelen der Gläubigen bewegt hat – durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Schließlich bat Pfarrer Kurz die Kirchenmusiker zum Altar, überreichte ihnen ihre Anerkennungsurkunden und ein kleines Geschenk.