Ökumenischer Gottesdienst auf dem Annaberg

Kein Platz war mehr frei auf den Bänken vor dem Freialtar, als zu den prächtigen Klängen des Posaunenchors unter der Leitung von Jonah Sugar die Zelebranten von der Annakirche herabkamen. Geistliche, Laien und Gläubige machten deutlich, wie wichtig ihnen die Ökumene ist. In dieser regen Beteiligung wurde das Motto der diesjährigen Festwoche „Liebe“ spürbar – Liebe zum Nächsten ist auch Liebe unter den Konfessionen. Das betonte der katholische Pfarrer Herbert Mader in seiner Begrüßung, als er einen Satz von Augustinus zitierte: „Ohne die Liebe kommen die vielen nicht zur Einheit.“

Die ökumenische Verbundenheit wurde daran deutlich, dass Mader, Dekanin Ulrike Dittmar, die Pfarrer Daniel Götzfried, Ulrike Häberlein und Dr. Roland Kurz sowie Gemeindereferentin Katharina Laurer den Gottesdienst gemeinsam feierten. Festpredigerin war Dr. Rebecca Scherf. Sie hat ihr Vikariat an der Christuskirche absolviert und war danach Pfarrerin in Amberg. Jetzt ist sie zur Kirchenrätin ernannt worden und leitet das Ökumene-Referat im Landeskirchenamt München.

Dr. Scherf predigte über die Fußwaschung im Johannesevangelium (Joh 13, 1-15). Hier gibt Jesus ein Beispiel für die Liebe, an der man die Christen erkennen soll. In der heutigen Welt sei oft nur sehr schwer zu erkennen, was richtig und was falsch ist, stellte die Predigerin fest. Die Orientierung an Christi Liebe in ökumenischer Gemeinsamkeit helfe, im Labyrinth falscher Informationen den richtigen Weg zu finden.

Als Zeichen für diese ökumenische Liebe hatte Pfarrer Mader Brezenherzen mitgebracht. Nach dem Gottesdienst verteilten die Zelebranten sie. Die Gläubigen brachen die Herzen und teilten sie in ökumenischer Liebe miteinander.