Silvesterkonzert in der Christuskirche

Silvesterkonzert ChK Su-Ro
Bildrechte Kirchengemeinde Christuskirche

„Zwischen Atem und Schlag“ war das Motto des Silvesterkonzerts in der Christuskirche. Unter der Leitung von KMD Gerd Hennecke begeisterten vier großartige Musiker das Publikum. Die beiden Begriffe waren im ersten Moment rätselhaft. Aber schon der Auftakt, eine Improvisation über „Stille Nacht, auf Harmonium und Vogelhorn, zeigte, dass Luft die Musik machte. Dabei standen Hennecke und Robert Vogel, Erfinder und Virtuose auf dem Vogelhorn, im Altarraum. So konnten auch die Konzertbesucher im Kirchenschiff die Musiker sehen. Ab dem zweiten Stück wurde auf der Orgelempore gespielt. Für den „Schlag“ waren Daniel Haller und Philipp Senft zuständig. Die beiden Rhythmuszauberer faszinierten mit höchst anspruchsvollen Stücken für Body Percussion und Cajón. „Dujonette“, eine Komposition von Senft, wurde in der Silvesternacht uraufgeführt. Nur mit Cajón und Fußschellen erzielten Senft und Haller vielfältige Klangeffekte und einen mitreißenden Beat.

Sehr schön waren auch die Stücke, die Hennecke auf der Orgel zusammen mit Vogel spielte. Das Vogelhorn ist eine Weiterentwicklung des Alphorns. Vogel hatte zwei Instrumente mitgebracht, ein kompaktes, eckiges und ein sehr elegant geschwungenes. Beide erfreuten mit einem weit tragenden, warmen Ton.

Ganz zum Schluss boten die Musiker dem Publikum endlich ein Stück, bei dem sie alle zusammen spielten. Edward Elgars „Pomp and Circumstance“ wurde so zum absoluten Höhepunkt des Abends. Hennecke zog alle Register an der Orgel, Senft trommelte, Haller spielte Pauken und Vogel setzte mit der Trompete herrliche Glanzlichter. Prächtig! Obwohl die Zuhörer stürmisch applaudierten, gab es keine Zugabe, und das akzeptierten sie gern, weil draußen schon die ersten Silvesterraketen zeigten, dass der Jahreswechsel bevorstand.